Eine Zeitspanne ohne künstlerische Tätigkeit gibt es nicht in meinem Leben. So lange ich mich erinnern kann, bilden die auf den Malgrund gebrachten Farben und Formen ganz selbstverständlich meine Mitte. Visionen und Träume nutze ich ebenso wie eine interpretative Gegenstandslosigkeit. Lag in meinen früheren Jahren der Schwerpunkt meiner Malerei auf figürlichen Darstellungen, so habe ich mich inzwischen weitgehend davon gelöst. Meine Aero-Color- und Acrylbilder sind geprägt von scheinbar schwerelos ineinander fließendem Farb- und Formfluss und strahlen große Ruhe aus.
Meine keramischen Arbeiten sind inzwischen aus meinem künstlerischen Schaffen nicht mehr wegzudenken und nehmen immer mehr Raum ein. Begonnen habe ich zunächst mit Aufbaukeramik und und begann, große Steinfindlinge mit dem Werkstoff Ton zu umhüllen, ihn in lederhartem Zustand wieder aufzubrechen und nach Brand und Glasur von innen zu beleuchten. Auch viele meiner Schalen und Vasen sind am Rand wie zufällig auf- oder eingerissen.
Inzwischen liegt der Schwerpunkt meiner keramischen Arbeit auf dem Modellieren von Skulpturen, doch auch sie sind nie heil. Geflügelte Wesen oft, die eine Symbiose mit Fundstücken aus Wurzelholz, Metall und Glas eingehen, oder sogar damit verschmelzen. Es sind Geschöpfe einer anderen Art, organisch und ruhig - als hielten sie einen Moment der Stille fest.